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Reiseinformationen |
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Amazonas |
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In Brasilien
umfasst die Amazonia genannte Region
die nördlichen Bundesstaaten Amazonas, Acre, Rondonia,
Roraima, Pará, Tocantins
und Amapá und damit etwa 40% des brasilianischen Gebietes.
Es wohnen 3% der
brasilianischen Bevölkerung dort, der überwiegende
Teil davon in den beiden
Grossstädten Manaus (1,7 Millionen) und Belem (1,5 Millionen).
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Städte
Städte mit heute 200.000 bis 400.000 Einwohnern wie Macapá
auf der Äquatorlinie
im Norden des Mündungsdeltas des Amazonas;
Santarém am
Zusammenfluss des Tapajós (hier
“nur” 20 km breit) in den Amazonas;
Boa Vista
im nördlichsten Bundesstaat Brasiliens und mit
Strassenverbindung zum
südlichen Venezuela;
Rio Branco
im Südwesten an der Grenze zu Bolivien/Peru und nicht weit
davon
entfernt Porto Velho,
wo in den 70er Jahren die landwirtschafltiche Besiedelung
des Amazonas begann, zeugen mit ihren alten Eisenbahnen und gewaltigen
Festungen von bewegter Geschichte sowie dem Streben nach Fortschritt
und
Integration der hintersten Ecken Brasiliens.
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Der
große Strom
In den peruanischen Anden befindet sich die offizielle Quelle des
Amazonas
in 5.200 Meter Höhe am Fuße des Misme.
Unzählige Flüsse bilden den
Amazonas, wie er in Peru bis zur brasilianischen Grenze
heißt. Über tausend Kilometer
weiter in Brasilien heißt er ab Manaus, nach dem
Zusammenfluss mit dem Rio
Negro, wieder Amazonas. Bis Manaus ist er für die
grössten Ozeanriesen, die
heutigen Kreuzfahrtschiffe, befahrbar. Hat man einmal vergeblich
an einem Ufer
versucht, das andere zu sehen, wird einem der brasilianische Ausdruck
“Rio Mar”
(der Meeresfluss) verständlich.
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Die Farben des Wassers
Im Amazonasgebiet fällt vor
allem auf, dass die Wasser eine sehr unterschiedliche Färbung und Transparenz
haben. Man unterscheidet vor allem drei Arten von Flüssen: Weißwasserflüsse
(rios de águas brancas), Klarwasserflüsse (rios de águas claras) und
Schwarzwasserflüsse (rios de águas pretas). Vor allem die Eigenschaften des
Bodens im jeweiligen Ursprungsgebiet und der Verlauf des Flusses sind maßgebend
für die Färbung des Flusswassers.
Das weiße Wasser – man kann es auch als
gelblich, schlammig bezeichnen – entsteht in den Anden, wo Sedimente mitgeführt
werden, Schwebstoffe sind hier vor allem Tone und Sande. Der größte
Weißwasserfluss ist der Rio Solimões.
Der Rio Negro mit seinem schwarzen Wasser
entsteht im Guianischen Schild auf Weißsand-Böden. Durch den mitgeführten
Rohhumus (Huminsäure) entsteht die schwarze Färbung.
Das klare Wasser entsteht
im zentralbrasilianischen Schild. Da das Flussbett sehr breit und die
Fließgeschwindigkeit eher langsam ist, können sich Schwebstoffe am Boden
ablagern, und das Wasser bleibt meist klar. Zu den Klarwasserflüssen zählen der
Rio Tapajós und der Rio Branco.
Treffen zwei Flüsse mit unterschiedlicher
Wasserfärbung aufeinander, so entsteht ein „Zusammenfluss der Wasser“
(„Encontro das Águas“), die berühmtesten befinden sich bei Manaus, wo der Rio
Negro mit schwarzem Wasser auf den Rio Solimões mit seinem weißem Wasser
trifft, und bei Santarém, wo der klare Rio Tapajós in den weißen Rio Amazonas
fließt.
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Vegetation
Da die unterschiedlichen Wasserarten
auch einen unterschiedlich hohen Nährstoffgehalt haben, bildet sich an den
Flussrändern unterschiedliche Vegetation aus. Die Überschwemmungswälder an
Schwarzwasserflüssen nennt man Igapó, sie leben in nährstoffarmem Milieu. Die
Überschwemmungswälder an den nährstoffreicheren Weißwasserflüssen hingegen
heißen Várzea.
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Klima
Der Amazonas ist eine Region mit hohem
Niederschlag, welcher jedoch zeitlich und räumlich stark variiert. Dies reicht
von einem Bereich mit hohem Niederschlag in der Mitte des Amazonas (mehr als
2600mm im Jahr) zu einem Bereich mit sehr hohem Niederschlag im Nordosten
Brasiliens (mehr als 3600mm im Jahr) und zu einem nördlichen und südlichen
niederschlagsärmeren Bereich (teilweise weniger als 2000mm im Jahr). In der
gesamten Region gibt es jedoch eine regenreiche und eine regenarme Jahreszeit.
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Jahreszeiten
Sommer und Winter sind in Südamerika
ohnehin umgekehert zu Europa. Darüberhinaus wird im Amazonas von den
Einheimischen der kalendarische Sommer also Dezember/Janaur/Februar als “Winter”
bezeichnet, weil es in dieser Jahreszeit - so unglaublich es klingt - durch den
vielen Regen kühler ist als in der Nicht-Regenzeit Juni bis Oktober, wenn die
Sonne klar vom Himmel strahlt. So entstehen auch jahreszeitlich bedingte
Hochwasser (época das enchentes) und Niedrigwasser (época das águas baixas),
der Wasserstand variiert an der Mündung des Rio Negros bei Manaus um ca.10-12m,
bei Santarem um 6-7m. Zusätzlich zur jahreszeitlichen Schwankung spielt die
Wasserstandsschwankung durch die Gezeiten eine wichtige Rolle, je näher man der
Küste kommt. Bei Belém oder Macapá entstehen hier Unterschiede von im
Durchschnitt 2m.
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Tiere
Die terrestrischen Bodentiere sind besonders
von der alljährlichen Überschwemmung betroffen, sie sind deshalb auch gut daran
angepasst. Um während der Hochwasser-Periode zu überleben, haben sie höchst
unterschiedliche Strategien entwickelt. Eine Möglichkeit ist, horizontal
(landeinwärts) oder vertikal (an Baumstämmen) zu wandern. Jedoch gibt es auch
Tiere, die nicht wandern. Diese überdauern unter Wasser in Dormanzstadien,
entweder in selbstgebauten Behausungen oder in natürlich vorgefundenen
Behausungen oder als Eier. Und es gibt sogar einige terrestrische Tiere, die
aktiv unter Wasser überdauern, meist mehrere Monate. Man kann sagen, dass die
Tierwelt des Amazonas einer Welt der Wunder gleicht.
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Verbindungen
und Verkehr im Amazonas
Die vielen kleinen, mittleren und größeren Orte
verbinden der gewaltige Strom,
seine Zuflüsse, Seitenarme und immens viele kleine
Nebenflüsse. Zu manchen
Orten führen auch Teer- oder Erdstraßen. Die
Transamazonica, eine Straße, die
den Amazonas von Ost nach West durchquert, wurde vor drei Jahrzehnten
gebaut
und ist mit Einschränkungen erhalten und befahrbar.
Neben
dem regionalen Boots- und Schiffsverkehr - vom
“schwimmenden Kleinbus” zum nächsten Dorf
bis hin zum grossen Fährschiff von Belém nach Manaus
-
bildet naturgemäss heute das Flugzeug das Hauptverkehrsmittel
dieses immensen
Gebietes. Flugzeuge gibt es ebenfalls in allen Ausführungen:
vom
kleinen Fünfsitzer, dem schönen alten
Twin-Otter-Wasserflugzeug, dem in
Brasilien gefertigten Bandeirante bis zum nagelneuen Airbus A 320.
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Indianer, Eingeborene,
Einheimische und Caboclos
Die Bevölkerung Amazoniens setzt sich überwiegend aus
Indianern und deren Nachkommen sowie den verschiedenen Mischungen mit
Schwarzen und Weissen (Caboclos) zusammen.
Verstreut in den Urwäldern liegen viele als Reservate
ausgewiesene
Indianer-Schutzgebiete, von denen manches ganz stattliche
Ausmaße
hat: so z.B. das Indianer-Reservat Xingu (dort leben 30.000 Indianer)
die Größe Belgiens.
Indianer können in ihren Dörfern von Fremden
normalerweise
nicht besucht werden. Wird in Brasilien-Reiseprospekten ein Besuch
eines Einheimischen-Dorfes oder einer Eingeborenen-Siedlung
angekündigt, so bedeutet dies einen Abstecher zu einer
Siedlung
von "indios aculturados", d.h. Indianern, die sich unserer westlichen
Kultur angepasst haben, in Häusern wohnen, voll bekleidet
herumlaufen und nach Möglichkeit einer Tätigkeit
nachgehen
(viele arbeiten im Tourismus als Führer und Personal).
Kirche, Schule, ein Lebensmittel-Laden mit Ausschank und ein
Souvenir-Laden mit Indianer-Kunsthandwerk gehören zum Dorf.
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Reisen
in den Amazonas
Möchte man den Amazonas sehen und erleben, so sollte man das
Angebotene
sorgfältig studieren. In den Städten und
Großstädten wird die angepriesene
Urwaldatmosphäre höchstens bestehen in
eindrucksvollen kleinen Zoos mit
einheimischen Tieren und schönen Parkanlagen der Stadt oder
des Hotels, die
gestaltet sind mit exotischen tropischen Pflanzen wie
Gummibäumen, Kalabassen-,
Kakao- und Yakbäumen, Palmen, Wasserlilien Vitória
Regias, Lianen, Strelizien
und anderen Pflanzen. Als Reisender/Besucher kann man sich an diesen
exotischen
Gewächsen erfreuen, unter ihnen umherwandeln, sie
fotografieren und eingehend
studieren. Gleichzeitig kann man eine einwandfrei saubere,
luxuriöse,
klimatisierte Unterkunft mit allem Komfort der Zivilisation geniessen.
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Möchte man nun den
Urwald hautnah erleben,
so bieten sich dafür die in verschiedenen Regionen im Urwald
oder
auf dem Fluss gelegenen Lodges, schwimmenden Hotels und speziell
für Touristen konzipierten mehrtägigen kleinen
Kreuzfahrten
mit Ausflugsprogramm zum detaillierten Kennenlernen und Erleben der
näheren Umgebung an.
Leider lässt sich nicht vermeiden, dass bei den
Unterkünften im Urwald
im Zimmer/Bungalow oder Hütte, besonders in Bad/Toilette, sich
ein Gecko, ein
kleiner Frosch, eine Kakerlake oder auch schon mal eine kleine Spinne
einschleicht. Dem an die Zivilisation gewohnten Menschen
können diese Tierchen
ein überraschendes “ups” oder sogar eine
schlaflose Nacht bereiten. Es ist bei
weitem keine Schande, vor solchen ungewohnten
“Mitbewohnern” Angst zu haben,
doch sollte man sich darüber vor dem Buchen des Reiseteiles
klar werden. Kommen
Gedanken auf wie “da muss ich (oder sie oder er)
durch”, so können derartige
kleine Tiere nicht nur extrem große Probleme bereiten,
sondern sie können
sogar den Urlaub zum Horrortrip werden lassen, was unter
Umständen zum
frühzeitigem Abbruch der Reise führt.
Der beabsichtigte Urwaldaufenthalt sollte dann lieber nur als
Tagesausflug
stattfinden. Auch kann man auf eine schwimmende Unterkunft ausweichen
wie eine
im See oder Fluss verankerte Lodge, ein schwimmendes Hotel oder ein
Schiff. Zu
schwimmenden Unterkünften finden die kleinen Tiere im
allgemeinen weniger
leicht Zugang. |
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Hotels Amazonas Mündung!
Hotels, Lodges, Kreuzfahrten Amazonas Manaus und Santarém!
Hotels, Lodges Amazonas Tiefland Peru!
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