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Reiseinformationen
Iguaçu-Wasserfälle

Im Dreiländereck Brasilien-Argentinien-Paraguay befinden sich die Iguaçu-Fälle, die größten Wasserfälle der Erde. Der Iguaçu (man spricht es Iguassu aus) entspringt nahe der Stadt Curitiba an der Küste und fließt etwa 700 km landeinwärts. Kurz vor der Mündung in den von Norden kommenden Paraná-Fluss bildet er die berühmten Wasserfälle, wo auf fast 3 km das Wasser in etwa 270 Fällen über 85 m hinabstürzt.
Die Grenze zu Argentinien verläuft hier mitten im Fluss. Der umgebende Nationalpark bietet den ganz besonderen tropischen Rahmen für dieses Naturschauspiel.

Die Städte Foz do Iguaçu in Brasilien, Puerto Iguazú in Argentinien und Ciudad del Este (ehemals Presidente Stroessner) in Paraguay liegen im Dreiländereck an der Mündung (Foz) des Iguaçu in den Paraná-Fluss. Sie bieten viele Hotels, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Shows und Unterhaltung. Die Flughäfen dieser drei Städte bilden hier das Tor und den besten Eingang bzw. Ausgang zum jeweiligen Land.

Auf der brasilianischen Seite der Wasserfälle führt ein gepflasterter und gesicherter Wanderweg oberhalb des Flussbettes entlang und ermöglicht immer wieder eindrucksvolle Blicke auf die argentinische Seite der Fälle. Am Ende dieses Weges führt ein Steg auf einen Absatz der Fälle. Hier bietet sich das eindrucksvollste Erlebnis, inmitten der Fälle und des auf allen Seiten hinunterrauschenden Wassers zu stehen.

Auf der argentinischen Seite wurde die Umgebung der Wasserfälle zu einem Erlebnispark ausgebaut. Auch Behinderte und Rollstuhlfahrer hat man weitgehend berücksichtigt. Der Besucher wandert auf robusten Metallstegen entlang und erlebt das gewaltige, berauschende Naturschauspiel der Wasserfälle auf verschiedenen Ebenen und aus immer neuen Blickwinkeln. Eine Kleinbahn fährt zum hintersten Wasserfall, von wo aus ein langer Metallsteg über den Fluss zum Teufelsschlund "Garganta del Diablo" führt.
Restaurants, Schnellimbisse, kleine Geschäfte, Kioske und Toiletten-Anlagen laden ein, die Besichtigung der Fälle als einen erlebnisreichen Ganztagesausflug mit allen Annehmlichkeiten zu gestalten. Eine Bootstour ermöglicht die Überfahrt auf die Insel San Martin, von der je nach Wasserstand einige Fälle hinabrauschen. Auf der brasilianischen Seite führt die Bootstour Macuco Safari bis unter die Wasserfälle.

Der Parque Nacional do Iguaçu hat eine traditionsreiche Geschichte, er wurde 1939 als zweiter brasilianischer Nationalpark gegründet. Nach mehreren Erweiterungen beträgt seine Gesamtfläche heute 185.000 ha. Die Aufnahme in die UNESCO-Liste als Naturerbe der Menschheit erfolgte in zwei Phasen, der argentinische Teil wurde 1984, der brasilianische Teil 1986 aufgenommen.

Viele verschiedene Tierarten, deren Lebensräume außerhalb des Parks oft stark reduziert wurden, finden im Nationalpark eine Rückzugsmöglichkeit. Daten, die von verschiedenen Autoren gesammelt wurden, lassen vermuten, dass im Park bis zu 800 Schmetterlingsarten existieren, von denen allerdings nur 257 identifiziert wurden. Auch von den schätzungsweise 70 Fischarten wurden bis jetzt nur etwas mehr als die Hälfte identifiziert. Außerdem existieren hier möglicherweise bis zu 25 Amphibienarten, bis zu 240 Vogelarten und bis zu 50 Säugetierarten. Viele der hier lebenden Tierarten stehen bereits auf Listen für bedrohte Tiere und sind auf die Erhaltung des Lebensraumes im Nationalpark angewiesen, so z.B. die Vögel macuco, jacutinga und cisqueira, die Säugetiere guariba, onca pintada, lontra, onca parda und maracajá.

Die Schmetterlinge bezaubern nicht nur durch ihre grosse Zahl und Vielfalt, sondern auch dadurch, dass sie sich auf Menschen und Kameras ohne Scheu niederlassen, überall auf dem Geländer sitzen und sich leicht fotografieren oder filmen lassen. Gelegentlich sind in den Bäumen oder Palmen des Parks Tukane mit grünen oder gelben Schnäbeln zu sehen. Auch Echsen, Varane sowie Gürteltiere, Opossums, Alligatoren und Wasserschweine sind keine Seltenheit. Schon fast zu einer gewissen Plage sind die Nasenbären geworden, die unterhalb des Hotels Tropical Das Cataratas den Besucher am Beginn des Weges überfallen und seine Taschen nach Essbarem durchsuchen.

Die Vegetation im Nationalpark ist zwei verschiedenen Klimatypen ausgesetzt. Zum einen herrschen Einflüsse des tropischen Klimas mit starken Sommerregen und milden Wintern um die 22°C. Zum anderen gibt es subtropische Einflüsse ohne trockene Jahreszeit, jedoch mit physiologischen Anpassungen an Trockenheit, bedingt durch die Winterkälte, welche im Mittel meist unter 15°C liegt. Die Auswirkungen dieser beiden Klimaeinflüsse sind, dass im Winter zwischen 20% und 50% der Bäume ihr Laub abwerfen  - anders als in typisch tropischen Wäldern, wo alle Bäume immergrün sind. Es handelt sich also um einen halbimmergrünen Wald.
Der Iguaçu-Nationalpark beherbergt heute die größte zusammenhängende Fläche dieses Waldes in Brasilien, welcher früher weite Teile Brasiliens bedeckte. Ein kleines Gebiet im Nordosten des Parks ist außerdem von Araukarienwäldern bedeckt, der südbrasilianischen Unterregion des Lorbeerwaldes. Auch diese war im Bundesstaat Paraná früher weit verbreitet und wurde bis heute stark reduziert.

Eintrittsgebühren Nationalpark
Wie überall auf der Welt werden auch am Iguaçu-Nationalpark Besuchsgebühren erhoben:
- in Brasilien zur Zeit ca. R$ 20 = € 7 pro Person und Tag (inkl. Busfahrt)
Auch bei Übernachtungen im Hotel Tropical das Cataratas wird diese Gebühr erhoben.
Es ist nur noch wenigen ortsansässigen Fremdenführern/Busveranstaltern gestattet, mit ihren Fahrzeugen in den Nationalpark direkt bis zu den Wasserfällen zu fahren. Auf der linken Seite vor dem Tor zum Park wurden ein großer Parkplatz, verschiedene Häuser mit Tourismusbehörde, Kasse, Kiosken und Toiletten sowie einem Terminal des Busses zur Stadt und zu den Wasserfällen gebaut. Hat man die Gebühr für den Park bezahlt, geht man durch ein Drehkreuz und besteigt einen großen Bus, der zu den Wasserfällen (ca.12km) fährt und einen am Ende des Rundganges auf der brasilianischen Seite wieder aufnimmt und zum Terminal zurückbringt.
- in Argentinien zur Zeit ca. US$ 12 (inkl. Fahrt mit der Kleinbahn)
Der Wagen oder Kleinbus bleibt auf dem Parkplatz vor dem Eingang.


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