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Reiseinformationen
Schiffstour mit Yacht Tupaiú oder Aruã ab/bis Santarém

5 Tage / 4 Nächte
auf dem Amazonas/Tapajós
mit verschiedenen Ausflügen an Land und per Boot:
Maicá, Tapajós National Forest, Santarém,
Felszeichnungen bei Monte Alegre

1. Tag

Nach einem Flug über den Amazonas erreichen Sie Santarém an der Mündung des klaren Tapajós in den weiß-braunen Amazonas. Der Englisch sprechende Führer holt Sie am Flughafen ab und bringt Sie nach kurzer Fahrt zum Hafen, wo auf die Yacht Tupaiú oder Aruã eingeschifft wird. Die Fahrt führt an der Stadt vorbei auf dem hier 20 km breiten Tapajós. Zur Nachtruhe ankert das Schiff an einem Strand bei Aramanai. Das Abendessen an Bord erhält durch die nächtliche Amazonas-Atmosphäre einen besonderen Reiz.

2. Tag
Nach einem frühen Frühstück an Board werden Sie zu einer etwa 5-stündigen Trekking-Tour in die Floresta Nacional do Tapajós aufbrechen, einem streng geschützten Waldgebiet. Eine gute physische Verfassung, leichte Trekking-Schuhe sowie leichte aber lange Hosen und ein dünnes, langärmeliges Hemd sind hierfür empfehlenswert. Ein Mitarbeiter und Führer der Forstbehörde
erklärt viele Einzelheiten dieses Amazonas-Urwaldes, zeigt tropische Nutzpflanzen wie Gummibäume, Cashew-Bäume, Maniok, Ananas, Mangos, wilden Kakau, Cupuassu, Assaí, aus welcher Liane man Wasser trinkt, wie Gummi gezapft wird, wie die Hütten aus Palmenstroh gebaut werden, wie ein Indianer eine Trage flechtet und vieles Andere mehr. Vielleicht ist auch ein Faultier, eine Echse oder ein Chamäleon zu sehen und das eine oder andere exotische Insekt oder Kleintier.
Am frühen Nachmittag kehrt die Gruppe zum Schiff zurück, genau rechtzeitig, um noch ein erfrischendes Bad im Fluss zu nehmen. Das Schiff startet anschließend nach Santarém, an Board wird währenddessen das Mittagessen serviert. Bei der Vorbeifahrt am Städtchen Alter do Chão haben Sie einen Einblick in die typische Lebensweise am Amazonas. In Santarém legt das Schiff an und Sie lernen die 250.000 Einwohner zählende Stadt auf einem Rundgang kennen. Eine weitere Übernachtung findet nahe Santarém statt.

3. Tag
Am Morgen startet das Schiff und bringt Sie zum "Encontro das Àguas", dem Aufeinandertreffen des klaren Tapajós-Wassers mit dem weiß-braunen Amazonas-Wasser. Diese fließen hier zusammen, mischen sich aber eine ganze Zeit lang nicht. Weiter geht die Fahrt in einen Seitenarm des Amazonas, hier sehen Sie typische Stelzenhäuser der Uferbewohner des Amazonas, ihr Vieh weidet im Fluss. Möglicherweise zeigt sich auch der ein oder andere Alligator oder Leguan bei einem Sonnenbad. Auf dem Fluss fahren regionale Schiffe und Boote, welche als Linienverkehr funktionieren, Vieh von einer Weide zur nächsten transportieren, Kinder in die Schule bringen, und man sieht Fischer, die mit ihrem Fang nach Hause zurückkehren. Bei Hochwasser (März - September) findet ein Besuch des überschwemmten Waldes Maicá statt. Mit einem Kanu durch die Baumwipfel zu paddeln ist wirklich eine einmalige Erfahrung. Piranha-Angeln und Alligator-Spotting, das nächtliche Anleuchten der Alligatoren, stehen ebenfalls auf dem Programm. Vielleicht kreuzen auch ein paar Amazonas-Delfine den Fluss.

4. Tag
Am nördlichen Ufer des Amazonas befinden sich etwa 60 km von der Stadt Monte Alegre entfernt in einem etwa 200 m hohen Arenit-Gebirge Felszeichnungen, die man heute auf 12.000 Carbon-Jahre datieren kann. Aufgrund dieser und noch anderer Funde ähnlicher Felszeichnungen gelangen die Menschen allmählich zu der Überzeugung, dass Amerika viele Jahrtausende früher besiedelt war als bisher angenommen.
Zur Besichtigung dieser Felszeichnungen Führt die Schiffsfahrt einige Stunden über den breiten Amazonas-Fluss bis zur Kleinstadt Monte Alegre. Dort wartet am Hafen ein allradgetriebenes Fahrzeug mit sachkundigem Führer, das die Gruppe zu dem etwa 60 km entfernten kleinen Gebirge im Nationalpark bringt. An verschiedenen Stellen geht es in einem kurzen Anstieg auf die Berge zu den Zeichnungen. Darüberhinaus bietet sich von der Höhe aus ein schöner Blick über den Amazonas und seine verschiedenen Vegetationsformen und geografischen Gegebenheiten.

5. Tag
Nach einem letzten ausgiebigen Frühstück auf dem Schiff gehen Sie in Santarém von Board, und ein Transfer bringt Sie zum Flughafen zu Ihrem Weiterflug.

Geringfügige Programmänderungen vorbehalten.

Die “Tupaiú” - eine kleine Yacht -  ist 20 m lang und hat einen Speisesaal und 5 Doppelkabinen mit Klima-Anlagen (3 Kabinen mit eigenem Bad und WC, 2 mit Stockbetten und Aussenbad). Eine Bar und das Sonnendeck tragen zum besonderen Genuss der Fahrten auf den großen Flüssen bei. Der Gefrierschrank in der Küche kann auch zum Einfrieren von geangeltem Fisch dienen. Ein kleines motorisiertes Beiboot ist für die Ausflüge an Land oder in den überschwemmten Regenwald da.
Desweiteren verfügt die Yacht über 3 Generatoren mit 30, 18 und 15 kVA, 120 und 12 Volt, Echolot, Radar, Funksprechverbindung und GPS. Der 300-hp-Cummings-Diesel-Motor erbringt eine maximale Geschwindigkeit von 13 Knoten.

Die "Aruã" ist ähnlich ausgestattet wie die Tuapiú.


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